Wenn Wissenschaftler ihre Meinung ändern

[ Tue. Jan. 8. 2008 ]

"Flip-Flops" werden im Englischen verächtlich Menschen genannt, die plötzlich ihre Meinung ändern. Was bei Politikern oft als ein Zeichen von Opportunismus interpretiert wird, gehört in der Wissenschaft zum Wesen. Dennoch ist es auch unter Forschern und Forscherinnen nicht üblich, sich öffentlich zu einem Sinneswandel zu bekennen. Genau das haben sie aber nun gemacht. Bereits zum elften Mal hat der New Yorker Literaturagent John Brockman namhaften Wissenschaftlern zum Jahreswechsel knifflige Fragen gestellt. Diesmal lauten sie "Wobei haben Sie Ihre Meinung geändert? Und warum?"

Die Antworten von insgesamt 165 Forschern und Expertinnen sind unterschiedlich und oft amüsant: Der Biologe Richard Dawkins erklärt, warum Meinungswandel kein evolutionärer Nachteil sind; die Philosophin Helena Cronin zeigt, dass es unter Männer zwar mehr Nobelpreisträger gibt, aber auch mehr Trottel; und Anton Zeilinger erzählt von seinem Irrtum, die Quantenphysik einst für "nutzlos" gehalten zu haben. ...

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